Wenn das Kind bei der eigenen privaten Krankenversicherung im selben Tarif ab Geburt angemeldet wird, bezeichnet man das als Kindernachversicherung. §198 VVG regelt hierfür besondere Privilegien wie einen Kontrahierungszwang.

Kundenfeedback: HanseMerkur oder Barmenia?

Welcher Tarif und welche Versicherungsgesellschaft ist für mein Kind das Richtige? Vor allem in der Alleinversicherung von Kindern – also wenn dort nicht auch ein Elternteil krankenversichert ist – gibt es ein stark eingeschränktes Feld an Gesellschaften.

Denn die Annahmerichtlinien sehen hier oft besondere Bedingungen vor, wie zum Beispiel eine Annahme erst ab dem vierten Geburtstag (Signal) – oder sogar erst ab dem 16. wie bei der AXA/DBV.  Unter den Versicherern, die Neugeborene ab Geburt annehmen, gibt es hinsichtlich des Preis-/Leistungsverhältnisses drei klare Favoriten: Die Barmenia, die Hallesche und die HanseMerkur. Weiterlesen

So fair sind 4 Monatsbeiträge Cashback für Eltern

Im Frühjahr 2017 haben wir unser Modell der Provisionsteilung vereinfacht und erhöht: Von zuvor jeweils 50 Prozent der an uns ausgezahlten Provision sind wir auf pauschal 4 Monatsbeiträge des Kindertarifs umgestiegen. Eine aktuelle Studie des „VersicherungsJournals“ bestätigt diese Entscheidung. Weiterlesen

Ab sofort: 4 Monatsbeiträge Cashback

Wir haben das Cashback für PKV-Kindertarife vereinfacht und erhöht: Ab sofort bekommen Sie 4 volle Monatsbeiträge zurück, wenn Sie Ihren Nachwuchs über uns anmelden.

Das bisherige System – 50:50 vom ausgezahlten Betrag – war gelegentlich kompliziert und schwer nachvollziehbar. Vermittler bekommen unterschiedliche Provisionen abhängig von Gesellschaft und Tarif. Dazu werden Teile der Auszahlung einbehalten, zum Beispiel als Stornoreserve oder für eine Vertrauensschadenversicherung. Mit all dem wollen wir Sie in Zukunft gar nicht mehr beschäftigen. Weiterlesen

75 Prozent Onlinebonus?

Wenn es um das Cashback auf den Kindertarif geht, sollte man genau hinschauen: Im Internet finden sich mittlerweile Nachahmer unseres Angebotes mit zweifelhaften Versprechen.

Wir teilen die an uns ausgezahlte Abschlussprovision 50:50 mit Ihnen und bezahlen diesen Betrag – in der Regel mindestens 400 Euro – auf einmal aus. Etwa sechs bis acht Wochen nach dem Vertragsbeginn und Ihrer ersten Beitragszahlung geht die Provision für gewöhnlich bei uns ein und zum nächsten Zahlungslauf (zweimal im Monat) bekommen Sie eine Abrechnung und Ihre Auszahlung von uns. Weiterlesen

Unisex, Bisex: Die Tarifkalkulation für Säuglinge

Es mag nach einer akademischen Frage klingen, doch die Fachwelt diskutiert leidenschaftlich: Habe ich als Elternteil einen Rechtsanspruch darauf, mein Kind in exakt demselben Tarif zu versichern, in dem ich auch bin?

Ende 2012 wurde branchenweit eine neue Tarifwelt eingeführt. Mit dem gesetzlichen Verbot der geschlechtsabhängigen Risiko-Kalkulation wurde auf sogenannte Unisex-Tarife umgestellt. Vorher waren Jungs ein bisschen günstiger und Mädels ein bisschen teurer – wegen der Risiken, die mit einer Schwangerschaft verbunden sind. Auf die Kindertarife hatte das in den allermeisten Fällen aber auch vorher schon keine Auswirkungen, da diese schon immer geschlechtsneutrale Beiträge hätten (zumindest sind uns keine Ausnahmen von dieser Regel bekannt).

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Das Kind privat oder gesetzlich versichern?

Mal ganz abgesehen davon, dass es fast schon eine Glaubensfrage ist, sich für das eine oder andere System zu entscheiden: Als Eltern haben Sie bei Ihrem Kind meistens auch gar keine echte Wahl, ob sie es privat oder gesetzlich versichern wollen.

Auf die Systemunterschiede sowie die Vor- und Nachteile gehe ich weiter unten noch ein. Jetzt geht es erst einmal darum, welche Wahlmöglichkeiten Sie als Eltern in Ihrem konkreten Fall tatsächlich haben. Kleine Abkürzung: Der „digitale Berater“ hier sagt ihnen nach wenigen Klicks innerhalb von 20 Sekunden, wie Ihre Antwort lautet.

Ganz einfach ist es, wenn Sie als Eltern beide gleich versichert sind: Sind Sie beide gesetzlich versichert, melden Sie Ihr Baby einfach bei einer der beiden Krankenkassen zur beitragsfreien Familienversicherung an. Fertig. Sind Sie beide privat versichert, wird auch das Kind privat versichert. Sie können sich aussuchen, bei welcher der beiden Versicherer – oder bei einem ganz anderen. Sie haben nämlich keinen weiteren Vorteil daraus, Ihr Kind bei Ihrer eigenen Gesellschaft anzunehmen. Es gibt keinen Familienrabatt oder eine andere Vorzugsbehandlung. Oft sind Kindertarife anderer Versicherer attraktiver. Einziger Unterschied: Ihr Versicherer muss Ihr Kind nach der Geburt annehmen – ob er will oder nicht. Eine private Krankenversicherung ohne Elternvertrag wird Ihren Nachwuchs erst nach einer Gesundheitsprüfung aufnehmen. Oder ablehnen. Aber auch das ist kein Problem, falls Sie sich rechtzeitig darum gekümmert haben. Wenn Sie dann noch in der Zweimonatsfrist nach Geburt sind, melden Sie das Baby einfach bei Ihrem Versicherer an.

Verheiratet oder nicht?

Sind die Eltern nicht (miteinander) verheiratet, so ist nur das Versicherungsverhältnis der Mutter ausschlaggebend für den Nachwuchs.
Es spielt dabei keine Rolle, ob das Kind den Nachnamen des Vaters trägt oder das Sorgerecht gemeinsam ausgeübt wird. Heiraten Sie später doch noch, gelten andere Regeln. Im Zweifelsfall kann das dazu führen, dass das Kind mit der Heirat aus der gesetzlichen Versicherung herausfällt und privat krankenversichert werden muss. Beachten Sie das also besser rechtzeitig, wenn Sie über eine Eheschließung nachdenken.

Standardfälle bei Verheirateten

Und als „verheiratet“ gilt hier tatsächlich uneingeschränkt auch die eingetragene Lebenspartnerschaft bei gleichgeschlechtlichen Paaren!

  • Die häufigste Konstellation:
    Die (werdende) Mutter ist in der GKV pflichtversichert, der Vater selbstständig und privat versichert. Dann ist die Sache ziemlich einfach: Das Kind kann nicht in die beitragsfreie Familienversicherung. Sinnvollerweise melden Sie Ihr Baby gleich nach der Geburt bei der privaten Krankenversicherung des Vaters an (Cashback: mindestens 400 Euro!). Sie könnten den Nachwuchs auch freiwillig gesetzlich versichern. Der Beitrag dafür ist aber in der Regel deutlich höher, als die Kosten für die private Kinderversicherung (siehe Übersicht).
  • Beamte mit Beihilfeanspruch haben diesen auch für ihre Kinder. Es gelten zwar andere Sätze, teilweise auch abhängig von der Zahl der Kinder. Auf jeden Fall aber ist die private Krankenversicherung sehr günstig zu bekommen.
    Alle Beihilfesätze für Kinder des Bundes sowie der 16 Bundesländer finden Sie hier.
    Ist ein Elternteil gesetzlich versichert und der andere Beamter/in, so ist es allein aus Kosten-Nutzen-Erwägungen sinnvoll, für das Kind die private Versicherung zu wählen. Falls der gesetzlich versicherte Elternteil das höhere Einkommen hat, ist auch eine andere Konstellation möglich und sinnvoll: Die kostenfreie Familienversicherung und dazu eine günstige private Zusatzversicherung. Damit können Sie Ihr Kind auch für wenig Geld in den Status eines Privatversicherten versetzen. Was im Einzelfall günstiger ist, müssen Sie vergleichen.
  • Freie Heilfürsorge: Als Soldat oder Polizist übernimmt Ihr Dienstherr alles, was mit Ihrer Gesundheit zu tun hat. Heilfürsorge wird allerdings nur dem Beamten selbst gewährt, nicht seinen Ehegatten und Kindern. Hier kommen die jeweils geltenden Beihilfevorschriften zum Tragen.

Kompliziertere und exotische Fälle

Immer wieder – vor allem bei unseren Besuchen auf den BabyWelt-Messen – werden wir mit ausgefallen Patchwork-Familienkonstellationen konfrontiert. Da ist die Frage manchmal gar nicht so einfach auf Anhieb zu beantworten, wie das Kind versichert werden muss.

  • Ist einer freiwillig gesetzlich versichert und der andere privat, kommt es bei Verheirateten darauf an, wer mehr verdient. Verdient der privat Versicherte tatsächlich weniger (als Selbstständiger unter der Jahresarbeitentgeltgrenze) und die gesetzlich Versicherte mehr, kann das Kind kostenfrei in die Familienversicherung der Gesetzlichen aufgenommen werden.
  • Das Kind kommt, der Mann ist privat versichert, aber noch mit einer anderen Frau verheiratet, mit der bereits zwei Kinder hat und die bei ihrer Mutter leben.
    Klingt erstmal wild, war aber ein realer Fall. Da waren ein paar Dinge komisch. Dass er beispielsweise weiterhin die private Krankenversicherung für die beiden Kinder bezahlt hat, obwohl diese bei der gesetzlich versicherten Mutter leben. Das muss nicht sein, vor allem wenn die Ehe geschieden wird. Dann können diese beiden Kinder in die Familienversicherung bei ihrer Mutter aufgenommen werden. Darum muss er sich aber aktiv kümmern. Außerdem hatte er vor, die (gesetzlich versicherte) schwangere Frau neben ihm anschließend zu heiraten. Damit würde das Neugeborene aber nicht mehr kostenfrei familienversichert werden können. Die beiden sollten sich also – wenn es nicht nur um die Liebe gehen soll – ein paar Gedanken über die Finanzenz machen und den Steuervorteil der Ehe gegen die zusätzlichen Krankenversicherungsbeiträge aufrechnen.

Benutzen Sie für Ihren Fall doch einfach den digitalen Berater, der Ihnen nach wenigen Klicks Ihre persönliche Antwort liefert, ob Sie Ihr Kind gesetzlich oder privat versichern müssen. Und wenn Sie sich dann dafür entscheiden, Ihr Kind privat zu versichern, bezahlen wir Ihnen mindestens 400 Euro Cashback auf den Abschluss einer Vollversicherung (bei Beamten mit Beihilfe ist es entsprechend weniger.

Die Systemfrage: Privat oder gesetzlich versichern?

Ungefähr 8,26 Mio. Bürger (Stand 2016) in Deutschland sind privat vollversichert. Davon stellen Beamten etwa 25 Prozent den größten Anteil. Selbstständige machen gut 15 Prozent aus, Arbeitnehmer knapp 12 Prozent und Studenten knapp 3 Prozent.

Die Beiträge sowohl in der GKV als auch der PKV verändern sich jedes Jahr. In der GKV werden die Bemessungsgrenzen verändert und die Kassen ändern ihren Beitragssatz (der Prozentsatz vom Lohn). In der PKV werden die Prämien neu berechnet, je nachdem welche Kostensummen dem Versicherungsträger für einen Tarif entstanden sind.

Das System der gesetzlichen Krankenkassen wird staatlich bezuschusst und indirekt auch von den privaten Versicherern finanziert. Zum einen durch die höheren Abrechnungssätze für die Behandlungen, die es jedem Arzt erlauben, die eigenen Kosten vor allem für teurere Methoden und Geräte zu decken. Und zum anderen versteuern die Versicherungsunternehmen ihre Gewinne und tragen damit über ihren Beitrag zum Staatshaushalt wieder indirekt anteilig zur Finanzierung des staatlichen Gesundheitssystem bei. Damit leistet die PKV einen solidarischen Beitrag, damit das GKV-System auf diesem Niveau funktionieren kann. Der indirekte Zuschuss wird auf jährlich etwa 11 Mrd. Euro geschätzt.

Vertrag versus Politik

Die Entscheidung für die private oder die gesetzliche Krankenversicherung sollte – wenn man keine politisch-ideologischen Vorlieben hat – dieses Kriterium stark gewichten: Als gesetzlich Versicherter sind Sie mit Ihrem Anspruch auf Leistungen von der Haushaltslage und der Politik abhängig. Wenn es klemmt, streichen Politiker Leistungen. So werden Kassenpatienten mittlerweile die Kosten für Brillen nicht mehr erstattet. Früher war das anders. Auch das Niveau der Zahnbehandlung und die Höhe der Zuzahlungen war früher in der GKV deutlich besser.

Das kann Ihnen mit einem privaten Versicherungsvertrag nicht passieren: Hier ist Ihr Vertragspartner an die Klauseln und das Leistungsspektrum gebunden, das Sie zum Zeitpunkt der Unterschrift miteinander vereinbart haben. Sie haben ein einklagbares Recht darauf so lange der Vertrag besteht. Und kündigen kann Ihnen der Versicherer nicht mehr. Das können Sie nur selbst, wenn Sie beispielsweise zu einem anderen Anbieter wechseln wollen.

Ein guter Kompromiss aus beidem ist im Zweifelsfall der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung.

Späterer Wechsel zurück in die Gesetzliche

Ein weit verbreitetes Vorurteil ist, dass der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung schwer ist. Für Erwachsene, insbesondere Ältere, mag das teilweise gelten. Für Ihr Kind ist das aber nicht von Belang. Mit der Entscheidung für die private Krankenversicherung legen Sie keineswegs etwas fest, das Ihr Kind später einmal nicht mehr ändern kann.

Mit Beginn einer Berufsausbildung wird Ihr Kind ganz automatisch gesetzlich pflichtversichert. Und auch beim Wechsel ins Studium kann es sich – sobald es aus Ihrem Vertrag herausfällt – selbst entscheiden, wie es sich versichern möchte.

Und sollten Sie als Eltern(teil) die Möglichkeit der privaten Krankenversicherung verlieren – zum Beispiel weil sie selbst ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis eingehen – so wird auch der Versicherungsschutz Ihres Kindes analog geändert. In diesem Fall würde es in die beitragsfreie Familienversicherung mit aufgenommen.

Krankentagegeld jetzt auch im Mutterschutz

Selbstständige privat krankenversicherte Schwangere können aufatmen: Der Bundestag hat im Februar eine Krankentagegeldreform für werdende Mütter beschlossen.

UPDATE vom 24. Juli 2017 zum Inkrafttreten:
Das Gesetz wurde am 4. April 2017 ausgefertigt und am 10. April im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die entscheidende Neuregelung steht seitdem rechtsgültig hier im §192 Abs. 5 VVG:
„(5) Bei der Krankentagegeldversicherung ist der Versicherer verpflichtet, den als Folge von Krankheit oder Unfall durch Arbeitsunfähigkeit verursachten Verdienstausfall durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen. Er ist außerdem verpflichtet, den Verdienstausfall, der während der Schutzfristen nach § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes sowie am Entbindungstag entsteht, durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen, soweit der versicherten Person kein anderweitiger angemessener Ersatz für den während dieser Zeit verursachten Verdienstausfall zusteht.“
Wenn Sie als werdende Mutter selbstständig sind und einen Krankentagegeldtarif abgeschlossen haben, muss Ihr Versicherer im Mutterschutz bezahlen, auch wenn das noch nicht in Ihren Vertragsbedingungen steht.

Eigentlich geht es in dem Beschluss vor allem um Hilfsmittel in der Pflege sowie um die Heilmittelerbringer, also Therapieberufe (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie). In vielen kleinen und größeren Details hat der Bundestag in der Plenarsitzung vom 16. Februar 2017 (Drucksache 18/11205) Missstände behoben, die aber vor allem gesetzlich Versicherte betreffen. Doch recht unscheinbar hat sich auch ein kleiner Paradigmenwechsel für die private Krankenversicherung eingeschlichen: Schwangerschaft und Wochenbett, die aus guten Gründen nicht als „Erkrankung“ gelten, berechtigen künftig trotzdem zum Bezug von Krankentagegeld!

Privates Krankentagegeld jetzt auch im Mutterschutz

Dieses Gesetz sieht – in einfachen Worten – vor, dass werdende Mütter, die bisher mit ihrem privaten Krankenversicherungsvertrag ein Krankentagegeld mit versichert haben, frei entscheiden können, ob sie sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt weiter beruflich tätig sein oder stattdessen eine Kompensation für den Verdienstausfall bei ihrem privaten Krankentagegeld-Versicherer geltend machen wollen. Angestellte Frauen, denen ja bereits aus anderen Quellen Mutterschaftsgeld zusteht, sind davon ausgeschlossen.

Bisher war das für selbstständige privat versicherte Frauen nicht möglich, da Schwangerschaft und Geburt nicht als Krankheit gelten. Das hat dazu geführt, dass viele Mütter entweder rund um die Geburt weiter gearbeitet haben, für die Zeit an die eigenen Ersparnisse gehen mussten oder der Partner eingesprungen ist. Durchaus gängige Praxis war auch oft, dass ein Arzt des Vertrauens die werdende Mutter für die Krankentagegeldversicherung krank geschrieben hat. Diesen Tanz auf der Rasierklinge muss nun keiner mehr machen.

Diese Ungleichbehandlung gegenüber Arbeitnehmerinnen wird nun mit diesem Gesetz beseitigt. Aus Sicht der Versicherten ist das natürlich ein wirklicher Zugewinn an Versicherungsschutz in dieser Lebensphase! Unserer Meinung nach handelt es sich hier um eine wirklich sinnvolle Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes.

Das „Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung“ (HHVG), das der Bundestag in zweiter und dritter Lesung beschlossen hat, soll laut Bundesgesundheitsministerium bereits „ganz überwiegend“ im März 2017 in Kraft treten. Anders als das Branchenmedium procontra in seiner Meldung behauptet, bedarf das Gesetz keiner Zustimmung des Bundesrates mehr.

Die Neuregelungen im Wortlaut

Der §192 VVG enthält nun im Absatz 5 diese ergänzende Regelung:

„Er ist außerdem verpflichtet, den Verdienstausfall, der während der Schutzfristen nach § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes sowie am Entbindungstag entsteht, durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen, soweit der versicherten Person kein anderweitiger angemessener Ersatz für den während dieser Zeit verursachten Verdienstausfall zusteht.“

Im Bericht der federführenden Abgeordneten heißt es zur Erläuterung:

„Mit der Ergänzung in § 192 Absatz 5 wird der Leistungsanspruch aus einer privaten Krankentagegeldversicherung für schwangere Versicherte und Wöchnerinnen ausgeweitet. Mit dem neuen Satz 2 erster Halbsatz wird ein Anspruch auf Krankentagegeld zur Kompensation eines Verdienstausfalls während der gesetzlichen Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie am Entbindungstag unabhängig vom Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit der Versicherten geschaffen. Der Anspruch besteht nur, soweit die Versicherte in den genannten Zeiträumen nicht oder nur eingeschränkt beruflich tätig ist und daher tatsächlich einen Verdienstausfall erleidet. Bei einem teilweisen Verdienstausfall besteht der Anspruch auf das vereinbarte Krankentagegeld anteilig.“

Zur Gleichbehandlung zwischen Selbstständigen und Arbeitnehmerinnen erklären Sie weiter:

„Arbeitnehmerinnen sind, unabhängig davon ob sie über eine private oder gesetzliche Krankenversicherung verfügen, während der gesetzlichen Schutzfristen nach dem MuSchG durch das Mutterschaftsgeld (§ 13 MuSchG) und den Arbeitgeberzuschuss (§ 14 MuSchG) finanziell abgesichert. Auf dieser Grundlage erhalten sie regelmäßig Zahlungen in Höhe eines Großteils ihres Arbeitseinkommens.“

Kosten im Vertrag:

Dann stellt sich jetzt nur noch die Frage: Wer bezahlt die Mehrkosten dafür? Werden Krankentagegeldversicherungen für Frauen zukünftig teurer?

Natürlich nicht! Denn spätestens mit Einführung der Unisex-Tarife ist mit einer geschlechterbezogenen Ungleichbehandlung Schluss. Die Mehrkosten werden auf das komplette Versichertenkollektiv umgelegt. Oder wie es die Politiker im Bundestag formulieren:

„Grundsätzlich hat dem Prinzip der risikogerechten Kalkulation folgend eine altersabhängige Kalkulation der Kopfschäden gemäß § 6 Absatz 1 zu erfolgen. Eine Ausnahme stellte bisher die Verteilung der Schwangerschaftsund Mutterschaftskosten gemäß § 27 Absatz 4 in den Tarifen dar, die bis zum 21. Dezember 2012 eingeführt wurden. So durften die Versicherer für diese Tarife die Schwangerschafts- und Mutterschaftskosten – die geschlechtsunabhängig zu verteilen sind – bereits auf einen größeren Altersbereich als denjenigen verteilen, in dem typischerweise Schwangerschaftskosten anfallen. Nunmehr wird mit den Neuregelungen in § 6 Absatz 4 sowie § 27 Absatz 4 Satz 5 für alle Tarife einheitlich festgelegt, dass die Kosten für Leistungen, die auf Grund des § 192 Absatz 5 Satz 2 VVG in der Krankentagegeldversicherung erbracht werden, auf sämtliche im jeweiligen Tarif versicherten Personen zu verteilen sind, und zwar gleichmäßig.

Und wenn das Baby dann da ist: Wir melden es für Sie bei Ihrem Versicherer an und teilen die Abschlussprovision mit Ihnen. Mindestens 400 Euro Cashback zahlen wir Ihnen direkt aufs Konto zurück. Lassen Sie sich einfach unverbindlich die Unterlagen zukommen.

BabyWelt Stuttgart: Unser Messeauftritt

Das vergangene Wochenende haben wir auf der BabyWelt in Stuttgart verbracht – und damit auf der dritten Messe dieser Art für dieses Jahr. Auch dieses Mal haben wir wieder vielen werdenden Eltern ihre Fragen zu Krankenversicherung des Nachwuchses beantworten können. Doch unsere Verlosung war auch diesmal wieder das Highlight!

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PKV-Kindertarif: Gewinnspiel auf der BabyWelt Messe

Glücklicher kann eine Gewinnerin kaum aussehen

Und besser kann ein Kinderwagen kaum zur Jacke passen. Als Katrin aus Berlin vor uns stand, um ihren nagelneuen Gesslein F4 Air+ in Empfang zu nehmen, hatte sie Tränen in den Augen und erst einmal alle umarmt – einschließlich unserer Losfee Anne vom KinderArztRuf.

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Freikarten für die BabyWelt Berlin

Vom 4. bis 6. November sind wir wieder mit einem eigenen Stand auf der BabyWelt-Messe – diesmal in Berlin! Wir freuen uns schon darauf, wieder viele von Euch persönlich kennen zu lernen und Eure Fragen zu beantworten. Weiterlesen