Ob das Kind gesetzlich oder privat krankenversichert wird, hängt vor allem vom Versicherungsstatus der Eltern ab, aber auch davon, ob sie verheiratet oder verpartnert sind.

Das Baby richtig krankenversichern

Kinderkrankengeld oder Kinderpflegekrankengeld

Kinderkrankengeld oder Kinderpflegekrankengeld wird bei der Erkrankung eines Kindes bezahlt, wenn ein Elternteil deswegen nicht zur Arbeit gehen kann.

Eine sehr häufig gestellte Frage bei uns im Chat oder per Mail ist die: „Was passiert, wenn mein Kind krank wird und ich mich um die Pflege des Kindes kümmern muss? Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich dann ein Kinderkrankengeld weil ich nicht arbeiten kann?“ Weiterlesen

Wechsel in die PKV für Studierende eingeschränkt

Die Befreiung von der GKV-Pflicht ändert sich: Rentner und Studierende können sich nicht mehr so einfach privat versichern.

Viele junge Eltern, die sich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung für ihr Baby entscheiden, stellen uns eine Frage: „Kommt mein Kind da später denn auch wieder raus?“
Die Frage ist von dem Vorurteil geleitet, das viele haben: Einmal privat, immer privat. Doch vor allem für Kinder ist eher das Gegenteil der Fall: Schon mit Aufnahme einer Berufsausbildung ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ganz automatische Pflicht. Und auch bei Aufnahme eines Studiums geht das einfach. Eher der umgekehrte Weg wird immer schwieriger.

Studierende und die Krankenversicherung

Es hat seine Zeit gebraucht, bis das Urteil des Bundessozialgerichts vom 27. April 2016 (Aktenzeichen B12KR24/14R) seine Auswirkungen in die Praxis gefunden hat. Mittlerweile hat der GKV-Spitzenverband aber veröffentlicht, wie er den Richterspruch in konkrete Regelungen übersetzt.

Im Kern besagt das Urteil, dass sich nur noch von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen kann, wer unmittelbar zuvor nicht pflichtversichert war. Das betrifft einerseits Rentner, aber anderseits eben auch Studierende. So können beispielsweise Menschen, die unmittelbar nach einer Berufsausbildung oder sonstigen versicherungspflichtigen Beschäftigung das Studium aufnehmen, nicht mehr in die private Krankenvollversicherung wechseln. Der höherwertige Versicherungsschutz ist für sie über eine private Zusatzversicherung möglich.

Die Befreiung von der GKV-Pflicht ist also nur noch für Studierende möglich, die unmittelbar vor dem jetzigen beruflichen Status entweder

  • familienversichert oder
  • freiwillig gesetzlich versichert oder
  • privat vollversichert waren.

Der häufigste Fall dürfte wohl die Familienversicherung sein, also wenn man als Kind einer gesetzlich versicherten Familie ohne bisherige eigene Versicherungspflicht nach dem Abitur direkt das Studium aufnimmt. Die Rechtsgrundlage dafür: Endet die Familienversicherung und greift im Anschluss daran die Versicherungspflicht für Studierende (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V), kann man sich von der Versicherungspflicht gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 5 SGB V befreien lassen. Die gleiche Regelung gilt für vorher privat Vollversicherte.

Der Weg aus der Gesetzlichen

Doch auch freiwillig Versicherte mag es einige geben: Wer beispielsweise erst eine Ausbildung absolviert (und damit pflichtversichert ist) und dann vor Beginn des Studiums noch eine Weile eine Auszeit macht, auf Reisen geht etc. ist in dieser Zeit freiwillig gesetzlich versichert (§ 188 Absatz 4 SGB). Wer sich in der Zeit des Studiums also lieber privat krankenversichern will, kann auch in Zukunft noch den Umweg über eine Zeit in der freiwilligen Versicherung nehmen.

Das Kind freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse: So viel kostet es 2017

Für freiwillig gesetzlich Versicherte kann das Kind zu einem echten Kostenfaktor werden. Hier finden Sie die neuen Beiträgssätze 2017 von AOK, Techniker Krankenkasse, DAK, Barmer und anderen.

Zunächst einmal sollten Sie klären, ob das Kind gesetzlich oder privat versichert werden kann. Der digitale Berater gibt Ihnen mit wenigen Klicks Ihre individuelle Antwort. Denn es hängt nicht nur davon ab, wie Ihr Partner versichert ist, sondern auch, ob Sie verheiratet sind und wer mehr verdient. Weiterlesen

Sonderfall Stiefeltern

Anders als die Worte des Gesetzes vermuten lassen, ist für die Frage, wie das Kind versichert wird, nicht der unterhaltspflichtige Elternteil maßgeblich.

Das Gesetz (§ 10 Absatz 3 SGB V) spricht im Bezug auf die gesetzliche Krankenversicherung und die beitragsfreie Familienversicherung zwar relativ eindeutig vom “mit den Kindern verwandten Ehegatten oder Lebenspartner des Mitglieds”. Man könnte also meinen, dass der Status des neuen Partners für die Versicherung des Kindes nur relevant ist, sofern er auch eine Stiefkindadoption durchführt und damit „verwandt“ wird. Doch das ist falsch. Weiterlesen

Eingetragene Lebenspartnerschaften und Kinder

Im Bereich des Sozialgesetzbuches ist die Gleichstellung angekommen: Was die Krankenversicherung betrifft, wird die Frage der beitragsfreien Familienversicherung genau wie bei Eheleuten entschieden.

Soweit es Kinder betrifft, ist auch hier nur die Adoption noch ein zu diskutierendes Politikum. Weiterlesen