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Das komplette Team hinter kinder-privat-versichern.de

Das neue Jahr beginnt für uns erneut mit einem Neuzugang im Team: Wir verstärken unsere Expertise für Kinderkrankenversicherungen mit Elisabeth Frisch, die aus der Welt der gesetzlichen Krankenkassen zu uns kommt. Ein großer Teil unser Beratung dreht sich um Fragen aus dem Sozialversicherungsrecht. Entsprechend war es für uns der logische nächste Schritt, unser Team zu erweitern mit Erfahrung aus diesem Bereich.

Expertise aus der Welt der gesetzlichen Krankenkassen

Elisabeth ist ausgebildete Kauffrau im Gesundheitswesen. Nach ihrer Ausbildung bei der Techniker Krankenkasse hat sie in einer weiteren Station bei der IKK Classic insgesamt fast 15 Jahre wertvolle Praxis in Themenbereichen gesammelt, die auch für uns immer wichtiger werden. Denn auch Eltern, die im Bezug auf die Krankenversicherung der Kinder auf uns zukommen, sind häufig berührt von diesen Punkten:

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Mutter im Gefängnis: Krankenversicherung für's Kind

Der häufigste Grund für das Ende der beitragsfreien Familienversicherung ist die Eheschließung der Eltern oder das erstmalige Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze eines Elternteils. Aber es gibt auch ganz andere Fälle.

Wir machen seit vielen Jahren Kinderkrankenversicherungen und sonst nichts. Und irgendwann denkt man, dass man da jetzt alles gesehen hat. Doch im Mai hat eine ungewöhnliche Anfrage das ganze Team in Aufruhr versetzt: Eine junge Mutter mit einem Neugeborenen hat sich drei Tage vor ihrem planmäßigen Haftantritt bei uns gemeldet. Der Grund: Mit Haftantritt endet die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Entsprechend hat sie nun für das Kleinkind dringend nach einem Krankenversicherungsschutz gesucht.

Damit hatten wir uns zuvor noch nie befasst bzw. befassen müssen. Und tatsächlich ist das so: “Da der die Versicherungspflicht begründende Sachverhalt (z. B. sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, Bezug von Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II) entfällt”, fallen gesetzlich Pflichtversicherte am Tag ihres Haftantrittes aus der Krankenkasse. Denn die ärztliche Versorgung wird entweder direkt in der JVA übernommen und falls das nicht möglich ist, dann die Kosten der Behandlung. Gefangene im Strafvollzug haben nach den §§ 1, 56 ff. StVollzG Anspruch auf Gesundheitsfürsorge.

Doch Angehörige, die zuvor in der beitragsfreien Familienversicherung mit versorgt waren, müssen nun ebenfalls anderweitig versorgt werden. Und weil eine “freiwillige” gesetzliche Versicherung für Kinder um die 180 Euro pro Monat kostet und Kindertarife der privaten Krankenversicherung schon erheblich günstiger zu kriegen sind, war das für die junge Mutter die naheliegendste Lösung.

Entsprechend haben wir hier geeignete Tarife und Versicherer recherchiert und ihr Vorschläge gemacht. Doch es hat sich schnell herausgestellt, dass sie eigentlich mittellos ist und auch sonst niemand mit ausreichender Bonität Versicherungsnehmer des Vertrages werden konnte. Die Zeit zum Haftantrittstermin war dann auch schon verstrichen und wir haben von ihr nicht wieder gehört. ‘
Wir gehen davon aus, dass sich hier eine Härtefalllösung gefunden oder eine Übernahme einer GKV-Mitgliedschaft durch das Sozialamt ergeben hat, weil die stillende Mutter ja gemeinsam mit ihrem Neugeborenen ins Gefängnis gegangen ist.

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Kinderkrankenversicherungen und Kaffee: Das ist alles, was wir machen

Die Befreiung von der GKV-Pflicht ändert sich: Rentner und Studierende können sich nicht mehr so einfach privat versichern.

Viele junge Eltern, die sich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung für ihr Baby entscheiden, stellen uns eine Frage: “Kommt mein Kind da später denn auch wieder raus?”
Die Frage ist von dem Vorurteil geleitet, das viele haben: Einmal privat, immer privat. Doch vor allem für Kinder ist eher das Gegenteil der Fall: Schon mit Aufnahme einer Berufsausbildung ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ganz automatische Pflicht. Und auch bei Aufnahme eines Studiums geht das einfach. Eher der umgekehrte Weg wird immer schwieriger.

Studierende und die Krankenversicherung

Es hat seine Zeit gebraucht, bis das Urteil des Bundessozialgerichts vom 27. April 2016 (Aktenzeichen B12KR24/14R) seine Auswirkungen in die Praxis gefunden hat. Mittlerweile hat der GKV-Spitzenverband aber veröffentlicht, wie er den Richterspruch in konkrete Regelungen übersetzt.

Im Kern besagt das Urteil, dass sich nur noch von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen kann, wer unmittelbar zuvor nicht pflichtversichert war. Das betrifft einerseits Rentner, aber anderseits eben auch Studierende. So können beispielsweise Menschen, die unmittelbar nach einer Berufsausbildung oder sonstigen versicherungspflichtigen Beschäftigung das Studium aufnehmen, nicht mehr in die private Krankenvollversicherung wechseln. Der höherwertige Versicherungsschutz ist für sie über eine private Zusatzversicherung möglich.

Die Befreiung von der GKV-Pflicht ist also nur noch für Studierende möglich, die unmittelbar vor dem jetzigen beruflichen Status entweder

  • familienversichert oder
  • freiwillig gesetzlich versichert oder
  • privat vollversichert waren.

Der häufigste Fall dürfte wohl die Familienversicherung sein, also wenn man als Kind einer gesetzlich versicherten Familie ohne bisherige eigene Versicherungspflicht nach dem Abitur direkt das Studium aufnimmt. Die Rechtsgrundlage dafür: Endet die Familienversicherung und greift im Anschluss daran die Versicherungspflicht für Studierende (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V), kann man sich von der Versicherungspflicht gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 5 SGB V befreien lassen. Die gleiche Regelung gilt für vorher privat Vollversicherte.

Der Weg aus der Gesetzlichen

Doch auch freiwillig Versicherte mag es einige geben: Wer beispielsweise erst eine Ausbildung absolviert (und damit pflichtversichert ist) und dann vor Beginn des Studiums noch eine Weile eine Auszeit macht, auf Reisen geht etc. ist in dieser Zeit freiwillig gesetzlich versichert (§ 188 Absatz 4 SGB). Wer sich in der Zeit des Studiums also lieber privat krankenversichern will, kann auch in Zukunft noch den Umweg über eine Zeit in der freiwilligen Versicherung nehmen.

Update vom 22.02.2019

Gute Neuigkeiten – Wechsel in die PKV für Studierende wieder möglich

Das Bundessozialgericht hatte mit dem Urteil vom 27. April 2016 (Aktenzeichen B12KR24/14R) beschlossen, dass sich nur noch von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen kann, wer unmittelbar zuvor nicht pflichtversichert war.

Dies hatte zur Folge, dass eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung und somit eine private Versicherung nur noch möglich war, sofern unmittelbar zuvor eine

  • Familienversicherung oder
  • Freiwillige gesetzliche Versicherung oder
  • private Vollversicherung

bestand.

Jetzt hat der Gesetzgeber endlich reagiert und den § 8 Abs. 1 SGB V entsprechend ergänzt.

Das Recht auf Befreiung setzt nun nicht mehr voraus, dass der Antragsteller erstmals versicherungspflichtig wird.

Auch Studenten, die zuvor zum Beispiel aufgrund einer Beschäftigung pflichtversichert waren, können sich nun wieder von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen und in die private Krankenversicherung wechseln.

PKV-Kindertarife: Kind anmelden

Wie können Stiefkinder versichert werden?

Grundsätzlich hat der Gesetzgeber für die beitragsfreie Familienversicherung folgendes festgelegt:

Kinder sind nicht in der beitragsfreien Familienversicherung versichert, wenn

  • der Ehegatte bzw. Lebenspartner (LPartG) des Mitglieds
  • der mit dem Kind verwandt (leibliche Kinder, Adoptivkinder) ist,
  • nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist und
  • über ein monatliches Gesamteinkommen, das regelmäßig im Monat 1/12  der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt, verfügt und
  • dieses Gesamteinkommen regelmäßig höher ist als das Gesamteinkommen des Mitglieds.

Da das Stiefkind mit dem Stiefvater oder der Stiefmutter im rechtlichen Sinne nicht verwandt ist, hat somit der Versicherungsschutz des Stiefvaters oder der Stiefmutter erst einmal keinen Einfluss auf die Familienversicherung des Stiefkindes. 

Was passiert mit der Familienversicherung des Stiefkindes bei Heirat?

Hierzu folgendes Fallbeispiel:

Die leibliche Mutter und der leibliche Vater des Kindes sind beide gesetzlich krankenversichert. Das gemeinsame Kind ist daher bei der Mutter beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. 

Nun steht die Heirat der leiblichen Mutter mit dem Stiefvater des nicht gemeinsamen Kindes ins Haus. Der Stiefvater ist privat versichert. Was ist hierbei zu beachten?

Die Hochzeit alleine hat in diesem Fall keinerlei Auswirkung auf den Versicherungsschutz des nicht gemeinsamen Kindes. 

Somit verbleibt das nicht gemeinsame Kind auch weiterhin in der beitragsfreien Familienversicherung der leiblichen Mutter. Ausschlaggebend für den Versicherungsschutz des Kindes ist in diesem Fall lediglich der Versicherungsschutz der leiblichen Eltern!

Was passiert mit dem Versicherungsschutz des Kindes wenn der Stiefvater das Stiefkind adoptiert?

Mit der Adoption erlangt das Eltern-Kind-Verhältnis die gleiche rechtliche Stellung wie die eines ehelichen Kindes. 

Ab diesem Zeitpunkt liegt somit ein Verwandtschaftsverhältnis vor und es gelten daher für den Versicherungsschutz des Kindes dann die gleichen Voraussetzungen wie für leibliche Kinder.

Wann kann ein Stiefkind beim Stiefvater familienversichert werden?

Problematisch für den Versicherungsschutz des nicht gemeinsamen Kindes kann es bei der Hochzeit von der leiblichen Mutter mit dem Stiefvater nur werden, wenn die leibliche Mutter in diesem Fall nicht eigenständig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist und z. B. der leibliche Vater nicht bekannt ist. 

Eine Familienversicherung ist in dieser Konstellation weder bei der leiblichen Mutter, noch bei dem unbekannten Vater möglich. 

In diesem Fall kann das Stiefkind unter bestimmten Voraussetzungen auch beim gesetzlich versicherten Stiefvater beitragsfrei familienversichert werden. 

Bisher hatte hierfür von der gesetzlichen Krankenkasse immer eine Prüfung des sogenannten “überwiegenden Unterhaltes” zu erfolgen. Wurde dabei festgestellt, dass der Stiefvater das Stiefkind überwiegend unterhält, dann konnte eine Familienversicherung des Stiefkindes beim Stiefvater erfolgen. 

Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz vom 11.05.2019 (TSVG) wurde dieses Verfahren nun vereinfacht. 

Leben Stiefkind und Stiefelternteil in einem gemeinsamen Haushalt zusammen, dann ist keine besondere Prüfung des überwiegenden Unterhaltes mehr durchzuführen, sondern eine Familienversicherung des Stiefkindes über den Stiefelternteil möglich. 

Die Prüfung des überwiegenden Unterhaltes ist nur noch dann erforderlich, sofern das Stiefkind mit dem Stiefelternteil nicht im gemeinsamen Haushalt lebt. 

Was also tun?

  1. Vor der Hochzeit oder Adoption Gedanken machen! Danach ist es zu spät. Klären Sie daher bereits vor der Hochzeit ab, wie Ihr Kind danach versichert werden kann. Melden Sie sich gerne bei uns und wir zeigen Ihnen die Versicherungsmöglichkeiten für Ihr Kind auf!
  2. Beim Abschluss Geld sparen. Melden Sie das Kind über uns an und erhalten Sie die halbe Abschlussprovision als Cashback zurück. Aber beachten Sie: Anders als bei der Geburt eigener Kinder oder der Adoption ist Ihr privater Versicherer nicht verpflichtet, diese Kinder anzunehmen oder kann Zuschläge, Ausschlüsse oder Wartezeiten zur Bedingung machen. Die Suche nach einem geeigneten Versicherer kann eventuell aufwändiger werden. Wir erledigen das aber gern für Sie.
Christoph Huebner & Markus Herrmann

Darum geht es auf dieser Website: Sie versichern Ihr Kind ab Geburt bei Ihrer privaten Krankenversicherung und erhalten dafür die halbe Abschlussprovision. Das sind oft mindestens 400 Euro! Weiterlesen

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